Die besten iPad Apps für die Schule


In der letzten Woche haben wir uns an dieser Stelle bereits mit den möglichen Vor- und Nachteilen des digitalen Lernens auseinandergesetzt. Heute rückt die Frage, ob das iPad als Lernmedium Sinn macht oder nicht allerdings in den Hintergrund, vielmehr gehen wir kurzerhand und ohne ausführliche Begründung davon aus, DASS es Sinn macht. Doch welche Apps dürfen auf dem Tablet aus dem Hause Apple aus pädagogischer Sicht auf keinen Fall fehlen? Wir stellen die wichtigsten Apps für Schüler und auch Lehrer vor und zeigen sowohl kostenpflichtige als auch kostenlose Möglichkeiten.

Stundenplan

Klar, jeder Schüler braucht irgendwie einen Stundenplan. Inzwischen gibt es einige Apps, die das Abspeichern dieser individuellen Pläne erlauben, wir würden jedoch die App Stundenplan von Dirk Mika empfehlen. Mit dieser App, die 1,59 Euro kostet, ist es nämlich nicht nur möglich, für jeden der sieben Wochentage beliebig viele Fächer anzulegen, man kann auch zu diversen Fächern Notizen machen die Hausaufgaben lassen grüßen. Ebenfalls nützlich: Die Möglichkeit, Termine für Klausuren oder Tests einzutragen sowie eine Übersicht aller bisher erhaltenen Noten zu erstellen. Diese Noten können sogar mit einem bestimmten Faktor gewichtet werden, sodass Tests im Vergleich zu Klausuren weniger stark gewichtet werden.

Englische Vokabeln lernen

Für viele gehört es zu den unangenehmsten Aufgaben im Schulalltag: Das Lernen von Vokabeln. Die Apps von Marcus Roskosch wollen diesen Vorgang erleichtern und zumindest ein kleines bisschen angenehmer gestalten. Die Apps, die für verschiedene Klassenstufen erhältlich sind, orientieren sich dabei an Klett-Schulbüchern aus dem Englischunterricht. Außerdem wird mit dem sogenannten Lernkartenprinzip gearbeitet, nach dem jede Vokabel sechs verschiedene Phasen durchlaufen muss, um einen möglichst langanhaltenden Lerneffekt zu erzielen. Zusätzlich stehen den Schülern eine Lernkarten Abfrage sowie eine Prüfungssimulation zur Verfügung, auch der Lernfortschritt wird in verschiedenen Statistiken dokumentiert. Die Apps kosten jeweils 0,79 Euro.

Wörterbücher

Mit einem iPad gehören die dicken und lästigen Wörterbücher komplett der Vergangenheit an. Denn in einer einzigen App werden inzwischen diverse Sprachen beliebig kombiniert, tausende Übersetzungen sind hier zu finden und zu empfehlen ist unserer Meinung nach in jedem Fall das dict.cc+ Wörterbuch für 2,99 Euro. Hier können Wörter aus insgesamt 51 Sprachpaaren nachgeschlagen werden, außerdem kommt dict.cc+ völlig ohne Internetverbindung aus. Das ist natürlich vor allem dann nützlich, wenn man mit dem iPad in der Schule (oder auch unterwegs) keinen Zugang zum Netz hat. Wem das jedoch nicht wichtig ist, der kann auch getrost zur Leo-App greifen, die ist nämlich kostenlos.

Professionelles Recherchieren

Welche Seite ist die Anlaufstelle Nummer eins, wenn es um Informationen zu den verschiedensten Themen geht? Richtig, Wikipedia! Nur schade, dass man ohne Internet auch keinen Zugriff auf die so nützliche Enzyklopädie hat falsch gedacht! Verschiedene Apps holen Wikipediaartikel nämlich inzwischen auf das iPad, um auch offline arbeiten zu können. Und nicht nur das, es können auch Artikel von den verschiedensten Webseiten gespeichert werden. Und wer denkt, dass eine solche App Unsummen kosten wird, der irrt sich. Denn Pocket, eine der besten Apps wenn es um das Speichern von Artikeln geht, ist völlig kostenlos.

Das Prinzip von Pocket ist ziemlich simpel: Man sucht nach interessanten Artikeln und hinterlegt die entsprechenden Links in der App, um die Inhalte später auf Knopfdruck herunterladen zu können. Die Artikel werden dabei auf die wesentlichen Inhalte reduziert und in einer vereinfachten Darstellung angezeigt, sodass sie angenehmer zu lesen sind. Wie gesagt, Pocket ist kostenlos und sollte eigentlich auf keinem iPad fehlen. Die App muss sich dabei einzig und alleine Instapaper geschlagen geben, da hier noch einige Kleinigkeiten besser umgesetzt wurden. Allerdings werden für Instapaper auch 2,39 Euro fällig wir würden also definitiv zu Pocket greifen.

TeacherTool

Die letzte App, die wir in diesem Artikel empfehlen möchten, ist TeacherTool, eine App, die sich ausschließlich an Lehrer richtet schließlich soll dieser Artikel allgemein die nützlichsten Apps für das iPad in der Schule vorstellen, auch für Lehrer.

TeacherTool kombiniert (soweit wir das beurteilen können) alle Aufgaben in Sachen Verwaltung, mit denen man sich als Lehrer herumschlagen muss: Schülerlisten anlegen, diverse Noten eintragen, Fehlzeiten erfassen, Notizen machen, Sitzpläne erstellen und, und, und. Mit TeacherTool gehen all diese Aufgaben leichter von der Hand, da die App die Vorgänge vereinfacht, übersichtlich gestaltet ist und dem Lehrer einen Teil der Aufgaben abnimmt. Wir wollen ein paar Beispiele geben, denn der Preis von 24,99 Euro erscheint im ersten Moment relativ heftig. Doch die App ist jeden Penny wert.

Zunächst einmal lassen sich beliebig viele Kurse anlegen, diese können entweder aus dem Adressbuch importiert oder direkt eingeben werden, selbstverständlich inklusive Bilder. Zu jedem einzelnen Schüler können dann Notizen angelegt werden, auch die Verwaltung der Noten übernimmt TeacherTool. Ein besonderes Extra ist auch die Möglichkeit, Sitzpläne nach Belieben erstellen, speichern und exportieren zu können. Und in Kombination mit dieser Möglichkeit macht sich auch ein iPad durchaus bezahlt, denn dank des großen Bildschirms kann man sich im Unterricht dauerhaft den Sitzplan anzeigen lassen und gleichzeitig in der anderen Bildschirmhälfte Noten oder etwas Ähnliches betrachten. Und selbstverständlich lässt sich das ganze Programm mit einem Passwort sichern, falls das iPad doch mal in die falschen Hände geraten sollte.

Bei TeacherTool wurde nichts, aber auch wirklich nichts vergessen. Einzig und allein eine ergänzende App für den heimischen PC fehlt im sonst kompletten Paket für Lehrer. Denn manchmal ist es dann doch angenehmer, Verwaltungsaufgaben an einem Computer zu erledigen.

Natürlich gibt es noch wesentlich mehr gute Apps für die Schule, doch wir hoffen mit dieser kleine Auswahl eine gute Grundlage geschaffen zu haben. Welche Apps nutzt ihr für die Schule und was haben wir in unserer Liste vergessen?

Quelle Bild (Artikelbild): Tatsuo Yamashita

Quelle Bild: dict.cc+

Quelle Bild: TeacherTool

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