Mrz 23
Laut Macworld UK hat David Pakman, Chef des iTunes-Konkurrenten eMusic, die Gerüchte um eine kommende iTunes-Flatrate mit einer Warnung vor Monopolbildung kommentiert. Gerüchteweise steht zur Debatte, dass Apple plant, in Zusammenarbeit mit der Musikindustrie kommende iPods inkl. einer im Verkaufspreis enthaltenen Flatrate für den iTunes Store anzubieten.
Pakman sagt dazu (sinngemäß): “Grundsätzlich sagen Sie, ‘Lasst uns einen Teil des Verkaufspreises jedes iPod an die Plattenfirmen geben, im Austausch dafür, dass eine Musik-Flatrate fest an den iPod gebunden ist.’ Das ist eine klassische Situation, in welcher die Antimonopol-Gesetzgebung greift. Das nennt man einen Knebelvertrag und eine Situation, in der eine Firma mit einer Monopolsituation in einem Markt diese nutzt, um unfair einen anderen Markt unter Kontrolle zu bringen.”
eMusic verfügt laut Macworld über einen Marktanteil von 15 Prozent am Online-Musikmarkt, der durch eine derart enge Zusammenarbeit zwischen Apple und den Plattenfirmen eingeschränkt werden könnte.
Mrz 23
Wer iTunes auf einem Windows-Rechner hat, kann dieser Tage eine Meldung angezeigt bekommen, dass eine neue Version von Safari zum Upgrade verfügbar ist. Diese Meldung soll angeblich auch den Windows-Nutzern angezeigt werden, die Safari nie zuvor installiert hatten. Safari 3.1 in der PC-Version ist Apples erster PC-Browser der nicht mehr als Beta-Version bezeichnet wird. Diese Meldung, die Apple auf Windows-Rechner über iTunes durchschiebt, kann aus einem kritischen Blickwinkel gesehen werden.
Dieser ist, dass Apple seine marktführende Position im Markt für Musik und Abspielsoftware dazu nutzt, um seinen Browser zu pushen. Ganz so, wie Microsoft seine Marktführerschaft bei den Betriebssystemen nutze, um einst den Internet Explorer gegen Netscape zu pushen. Hier könnte interpretiert werden, das Apple damit eine Wettbewerbsverzerrung verschulden könne, da die Konkurrenten Firefox und Opera keinen vergleichbaren Hebel haben, um dergestalt gepusht zu werden. Zudem ist es dubios, dass das ganze als Update angeboten wird, auch wenn der Windows-Nutzer Safari bisher überhaupt nicht installiert hat.
Feb 06
Mit „Naval Battle“ und „Schach & Backgammon“ sind über den „iTunes Store“ zwei neue Spiele für den „iPod“ von Apple erhältlich. Bei Naval Battle handelt es sich um eine schicke Variante des Klassikers „Schiffe versenken“, während „Schach & Backgammon“ die beiden Brettspiele simuliert. Pro Titel sind 4,99 Euro fällig. Die Spiele laufen auf den aktuellen iPod-Modellen (außer „iPod touch“) sowie auf dem „iPod Video“.
Der neue iPod.
www.mactrade.de

Feb 06
Wie “Wired” meldet, klagen etliche iPod-Besitzer über Probleme im Zusammenhang mit dem neuen Tunes-Videoverleih. Geräte die eigentlich Videos abspielen können, verweigern sich dem neuen Verleih-Angebot. Betroffen sind selbst iPod die erst vor weniger als einem halben Jahr gekauft wurden.
Apple Stellungnahme beschränkt sich bislang auf die Feststellung, der Verleihservice funktioniere mit dem iPhone, dem iPod Touch, dem iPod Classic und dem iPod Nano der dritten Generation. Wer ein älteres Gerät sein eigen nennt, hat Pech gehabt, muss auf Kauffilme ausweichen.
Das gilt selbst für Besitzer von iPods der fünften Generation, die bis September 2007 verkauft wurden. Eine von den Betroffenen nicht nachvollziehbare Einschränkung, zumal beispielsweise der iPod touch per Software-Update auf den Filmverleih vorbereitet werden kann. Bleibt abzuwarten, ob Apple diesen Malus behebt, bevor die Verleihfunktion international eingeführt wird.
Dez 16
Der US-Medienkonzern NBC Universal hat wie angekündigt am Wochenende sämtliche NBC-Inhalte (Bravo, mun2, NBC, NBC News, CNBC, NBC Sports, Sci Fi, Sleuth, Telemundo, USA Network) aus Apples iTunes Store entfernt. Hintergrund waren grundlegende Differenzen beider Unternehmen bei Neuverhandlungen über Preise für Downloads, die schließlich zur Auflösung des Vertrages führten. NBC hatte zuvor für 30 bis 40 Prozent der Downloads von Fernsehserien über iTunes verantwortlich gezeichnet.
Während Apple dem einstigen Partner vorwarf, Preise treiben zu wollen, beklagten die Fernsehmacher Knebelverträge seitens Apples. Gestritten wurde darum, ob für bestimmte NBC-Sendungen höhere Preise als die einheitlichen 1,99 US-Dollar pro Download verlangt werden könnten. Weil Apple eine flexible Preisgestaltung kategorisch ablehnte, argwöhnte NBC, der Partner wolle über günstige Downloads lediglich den eigenen iPod-Absatz ankurbeln.
NBC-Angaben zufolge nahm das Unternehmen im Rahmen der Apple-Kooperation lediglich 15 Millionen US-Dollar ein, obwohl man der mit Abstand größte Lieferant von Videomaterial für den iTunes Store gewesen sei. Das Ende der Partnerschaft sei deshalb eine “relativ einfache Entscheidung” gewesen, erklärte der Chef von NBC Universal, Jeff Zucker. NBC will die Inhalte jetzt über NBC Direct sowie Hulu zweitverwerten, ein Videoportal-Joint-Venture mit der News Corporation.
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